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Tagebuch Fio

Fiona vom Mayener Hinterwald

Fio´s bisherige Ergebnisse: VJP 63 P., HZP 188 P., VGP 307 I. Preis TF, Btr, HN, LN (spurlaut), Vbr, Größe 63 cm, Hüfte A2 (=HD-frei), Formwert sg/sg=sg, Wesenstest WG1+WF1

Sie hat die VDH-Begleithundeprüfung und den VDH-Hundeführerschein abgelegt sowie das Gütesiegel “5 Sterne für den Jagdgebrauch” erhalten..

Fio wurde am 7. Januar 2001 in der Eifel bei ihren Züchtern Irene und Peter Göke geboren. Sie ist mein erster eigener Jagdhund. Zum Glück hat sie mir die Ausbildung sehr leicht gemacht, ich bin zu keiner Zeit auf nennenswerte Schwierigkeiten gestossen. Sie hat die allerbesten Anlagen so dass ich eigentlich nur noch die richtige Richtung vorgeben musste. Gern erinnere ich mich an die Zeit, in der andere Hundeführer im Kurs Probleme am Wasser oder mit dem Fuchs hatten.

Heute verfügt sie über einige Jagderfahrung und wir werden gerne zur Jagd eingeladen, sicher auch weil Fio so gut jagt. Mich alleine würde vielleicht niemand einladen, meine Schießkünste mit der Flinte sind miserabel...

Fio ist äußerst raubzeugscharf, wasserfreudig und hat sehr sehr viel Jagdpassion und Temperament. Sie zeigt eine flotte, ausdauernde und planmäßige Suche, ist sehr selbständig und dennoch (meistens) führig. Wenn sie jagt, dann ist alles andere nebensächlich. Sie jagt vom Beginn an in vollem Tempo los und behält das bis zum Ende der Jagd bei, notfalls bis zur völligen körperlichen Erschöpfung. Am wehrhaften Wild ist sie völlig kompromisslos, sie hat nur ein Motto: "Er oder ich". Und sie hat noch nie verloren.

Zudem ist sie auch noch spur- und sichtlaut, das sind nur die wenigsten Weimaraner.
Selbstverständlich ist sie absolut wesensfest und kommt mit allen Umweltsituationen bestens zurecht.

Zu Hause ist Fio ein äußerst angenehmer Hund. Sie verhält sich ganz ruhig, fast schon zu ruhig. Es gibt in meinem Bekanntenkreis genug Leute, die sich darüber wundern, dass man mit so einer Schlafmütze auch jagen kann… Aber wehe es geht auf zur Jagd, dann ist es vorbei mit der Ruhe, dann fängt sie sogar an zu quieken (aber nur bis es dann wirklich los geht!), dann ist kein Wasser zu eisig, kein Brombeerstrauch zu dornig und die Brennnesseln brennen auch nicht mehr!

All diese guten Eigenschaften haben uns veranlasst, Fio zur Zucht einzusetzen. Wir hoffen, dass wir den richtigen Rüden ausgesucht haben und dass Fio ihre guten Eigenschaften auch weiter vererbt.

Ach ja, ein paar schlechte Eigenschaften hat Fio natürlich auch: Sie ist kaum wachsam (was ich auch nie gefördert habe), zeigt Menschen gegenüber wenig Verteidigungsbereitschaft von Beute und ist oft zickig mit anderen Hündinnen. Außerdem ist sie die größte Diebin, die man sich denken kann, wehe man lässt etwas Essbares stehen, das ist weg noch bevor man den Raum verlassen hat.