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8.+9. Oktober 2010
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Bounty hat am letzten Freitag und Samstag seine VGP bestanden
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Nachdem bei der HZP alles so prima geklappt hatte, bin ich mutig geworden und habe Bounty zur VPS beim JGV Bergisch Land gemeldet. Ich hätte sowieso noch eine Prüfung führen müssen, damit er jagdlich brauchbar ist und der Unterschied zwischen BP-NRW und VPS erschien mir nicht soooo riesig. VGP hatte ich uns wegen der mangelnden Erfahrung im Feld und dem Gehorsam am Wild nicht zugetraut. So habe ich dann eine Woche nach der HZP angefangen, ihn auf die VPS vorzubereiten.
Nachdem wir dann am Wochenende vor der Prüfung im Feld gejagt haben und Bounty recht gehorsam war und zudem überragende Manieren am Wild gezeigt hat, wurde ich dann übermütig und habe ihn drei Tage vor der Prüfung von VPS auf VGP umgemeldet.
Die Prüfung begann mit der Wasserarbeit, hier hat Bounty in allen Fächern die volle Punktzahl erreicht, woran ich aber auch nicht gezweifelt habe. Danach folgte die Schweißarbeit, eines unserer Handycaps. Aufgrund der Zeitnot konnte ich mit Bounty nur zwei Schweißfährten zur Vorbereitung üben, auf der Prüfung begegnete er zum ersten Mal in seinem Leben einer 400-Meter-Übernachtfährte! Was soll ich sagen...wir haben uns so durchgewurschtelt! Die Fährte war sehr anspruchsvoll, überall frische Rehbetten und in der Nacht haben die Sauen auf der Fährte gebrochen. Wir haben es zwar ohne Abruf zum Stück gebracht, aber die Arbeit war den Richtern zu sehr von Unsicherheit geprägt, so dass wir hier “nur” drei Punkte erzielen konnten. Immerhin, dafür dass es die dritte Schweißfährte seines Lebens war, fand ich seine Leistung sehr überzeugend.
Dann folgten die übrigen Waldfächer, Schleppen mit Kanin und Fuchs, Fuchs über Hindernis und Stöbern. Hier gab´s wieder überall die volle Punktzahl. Abzüge kassierten wir beim Buschieren, das graue Untier buschierte eher unter der Büchse als unter der Flinte :-). Aber gut, auch das Buschieren haben wir aus Zeitmangel nur ein einziges Mal geübt, somit war kein besseres Ergebnis zu erwarten.
Bei den weiteren Gehorsamsfächern hatten wir dann so unsere Probleme, Leinenführigkeit und Freifolge haben wir noch volle Punktzahlen erzielt, bei der Simulation der Treibjagd kassierten wir 2 Punkte (der Hund war angeleint und mangels Umhängeleine habe ich meine Pirschleine auf den Boden gelegt und bin draufgetreten, somit doppelter Punktabzug) und beim Ablegen und Schießen gab´s wegen “zu energischem Ablegen” einen Punktabzug.
Weiterhin wurde der “allgemeine Gehorsam” bemängelt, nicht etwa weil er ungehorsam war sondern weil ich ihn arg unter Kontrolle gehalten habe, ihm keinen Handlungsspielraum gewährt habe. Na ja, wegen mir...
Somit haben wir uns am ersten Tag der Prüfung tapfer geschlagen. Wegen der Schweißnote waren wir eh im zweiten Preis, also war der Leistungsdruck für den kommenden Tag im Feld nicht so hoch.
Die Feldfächer fanden im Niederwildrevier in Duisburg statt, das ist das Revier in dem wir auch jagen.
Zuerst sollten die Hunde vorstehen, was sich mangels Wild schwierig gestaltete. Also verbrachten wir einen großen Teil des Tages damit, Wild zu suchen, um die Hunde zum Vorstehen zu bekommen und Manieren am Wild feststellen zu können. Alles in allem hatte ich noch Glück im Unglück, wir fanden immerhin 5 mal Haarwild, so konnte ich wenigstens zeigen dass Bounty prima vorsteht, sehr gute Manieren am Wild hat und gehorsam ist. (Ja, ehrlich, ich habe Bounty 5 mal am ablaufenden Haarwild halten können!) Schussruhe haben wir am abspringenden Rehwild gezeigt! Wir waren aber auch das einzige Gespann, dass das Glück hatte so oft an Wild zu kommen. Somit hatten wir in Nase, Vorstehen, Manieren an Wild, Gehorsam am ablaufenden Haarwild und Schussruhe volle Punktzahl. Leider haben wir während der ganzen Prüfung nicht ein Stück Federwild gesehen, so dass wir diese Punkte leider nicht mitnehmen konnten.
Weiter haben wir in der Suche einen Punkt abgezogen bekommen, nicht weil Bountys Suche nicht sehr gut war sondern weil ich einfach das Risiko nicht eingehen konnte, ihn ausreichend weit gehen zu lassen. So habe ich ihn dann recht kurz gehalten, um notfalls bei ablaufendem Haarwild die Kontrolle zu behalten.
Insgesamt sind wir somit auf 301 Punkte im II. Preis gekommen und wurden Suchensieger!
Ich bin mächtig stolz auf meinen “Herzbuben”, angesichts der knappen Vorbereitungszeit von nicht mal drei Wochen waren die gezeigte Leistungen überdurchschnittlich.
Wobei ich am Ende des letzten Tages schon gemerkt habe, dass seine Leistungsgrenze erreicht war, Konzentrations- und Konditionsschwächen wurden immer stärker. Nicht umsonst sind die Hunde, die zu dieser “Meisterprüfung” antreten, üblicherweise mindestens ein ganzes Jahr älter als Bounty. Insofern bin ich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, nur wenige Hunde schaffen es im gleichen Jahr HZP und VGP zu laufen, schon gar nicht mit solch einer Punktzahl.
Nun haben wir auch den Wanderpreis für den Suchensieger, welchen ich schon im letzten Jahr mit Amira gewonnen habe, wieder Zuhause. Eigentlich war ich eher froh, dass ich ihn los war....
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18. September 2010
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Bounty hat den Härtenachweis erbracht
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Bounty war heute das erste Mal in seinem Leben mit zur Maisdrückjagd auf Sauen, bisher habe ich ihn nur im Wald mitjagen lassen. Ich hatte erst überlegt, ob ich ihn überhaupt mitnehmen soll. Er jagt ziemlich unvorsichtig an Sauen, im Mais kann er schlecht ausweichen und ich hatte Angst dass er verletzt wird. Außerdem waren es große Schäge von bis zu 14 ha, wenn er irgendwo mittendrin an Schweine kommt kann ihm vielleicht niemand helfen. Zum Glück ist alles gut gegangen, er hat super gesucht und konnte dabei auch den Härtenachweis erbringen. Leider waren die Sauen schlauer als wir, es konnte keine einzige geschossen werden. Bountys Beute war das einzige Stück, was auf der Strecke lag.
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15. August 2010
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Wir haben heute Wasserarbeit in Greven gemacht
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Statt “lebender Ente” gab´s für Bounty heute “lebendes Nutria”! In einem alten Emsarm fand heute die Wasserarbeit zur Vorbereitung auf die HZP statt. Wir wollten eigentlich nur das Stöbern üben, hatten dazu drei tote Enten ausgelegt. Irgendwann zeigte Bounty dann deutliches Interesse an einem Totholz-Stapel, der an der Wasserkante aufgeschichtet war, wurde kurz laut, verschwand dann halb in dem Gehölz und kam mit “irgenwas” wieder raus. Nachdem er das Tier dann gebracht hatte, dachte wir erst, es handelt sich um einen Bisam. Zuhause entlarvte sich das Tier dann aber als junges Nutria, die gelben Zähne, die Schwimmhäute und vor allem der vorhandene Zahn P1 identifizierte das nette Pelztier dann eindeutig. Hier die Fotos von seiner Beute:
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